Da steht er sicher nicht allein: Thüringens Innenminister Georg Maier hat eine zunehmende Verbreitung von Falschnachrichten im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg in sozialen Netzwerken beklagt. „Es geht darum, einen aggressiven, völkerrechtswidrigen Akt in irgendeiner Weise zu relativieren“, sagte Maier. Er sehe das in den sozialen Netzwerken mit Erschrecken. „Es werden über verschiedene Kanäle Verschwörungstheorien verbreitet“, sagte Maier. Eine Desinformationskampagne sei bereits in vollem Gange.
Verschwörungserzählungen wollen Russlands Angriff relativieren
„Unterirdisch“, wie Maier sagte, aber vergleichsweise harmlos sei dabei noch die Behauptung, die Nato trage eine Mitschuld an dem Krieg in der Ukraine. Es werde aber unter anderem auch kolportiert, dass die USA mit einer Stationierung von Truppen in Deutschland die Bundesrepublik mit in den Krieg hineinziehen wollten.
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Ziel solcher Erzählungen sei eine Relativierung des Angriffes Russlands. Sie würden von leichtgläubigen Menschen weiterverbreitet, aber auch ganz gezielt von bestimmten Gruppen. Teils sieht er ähnliche und teils die gleichen Strömungen am Werk wie schon beim Thema Corona: „Rechtsextremistische Gruppen, Querdenker-Gruppen, aber auch die AfD - das sind die Multiplikatoren für diese Verschwörungstheorien und auch für die Desinformation“, sagte Maier.
In rechten Gruppen löst Russlands Ukraine-Krieg die Corona-Pandemie ab
Seiner Einschätzung nach wollten diese Gruppen die Mobilisierung, die sie in der Corona-Pandemie erreicht hatten, mit Hilfe des Ukraine-Krieges aufrecht erhalten. „Die Verbreitungsmechanismen sind identisch und die Multiplikatoren dahinter sind es teilweise auch.“
Viel Aufklärung sei notwendig, um Desinformationen entgegenzutreten. „Das Wichtigste ist, die Menschen darauf hinzuweisen, dass sie nicht so leichtgläubig sein sollen“, sagte Maier.
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