Das war knapp für den japanischen Ministerpräsidenten Fumio Kishida während einer Wahlkampfveranstaltung. Trotz erhöhter Sicherheitsvorkehrungen, die nach der Ermordung des früheren Ministerpräsidenten Shinzo Abe im Juli 2022 eingeführt wurden, kam es erneut zu einem gefährlichen Zwischenfall beim Auftritt eines Spitzenpolitikers im Reich der aufgehenden Sonne.
Japanese Prime Minister Fumio Kishida was evacuated unharmed after an explosion during a visit at a port. A suspect was apprehended for allegedly throwing the explosive. https://t.co/3xZ0JPewv5 pic.twitter.com/cB7cV05vSd
— ABC News (@ABC) April 15, 2023
Nach Medienberichten musste Kishida von seinen Sicherheitsbeamten vom Ort einer Rede in der Hafenstadt Wakayama in Sicherheit gebracht werden, nachdem es zuvor eine Explosion gegeben hatte. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo und weitere Medien am Samstag berichteten, sei offenbar eine „Rauchbombe“ geworfen worden. Hinweise auf Verletzte oder Schäden liegen nicht vor.
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War es ein Attentat auf Fumio Kishida?
Der Fernsehsender NHK berichtete, eine Person sei festgenommen worden. Der Regierungschef sei unverletzt. Der Sender zeigte Bilder von Sicherheitsleuten und Polizisten, die eine Person festhielten, während die Menge auseinanderjagte.
Es gab zunächst keine offizielle Bestätigung des Vorfalls. Die Polizei vor Ort wollte sich nicht äußern.
NHK zitierte jedoch Regierungschef Kishida mit den Worten, die Polizei untersuche die Einzelheiten. Er wolle sich dafür entschuldigen, dass er „viele Menschen beunruhigt und in Schwierigkeiten gebracht“ habe, sagte Kishida demnach. Er teilte laut NHK zudem mit, dass er seine Wahlkampftour nach dem Zwischenfall fortsetzen werde. „Es findet eine für unser Land wichtige Wahl statt, und wir müssen zusammenarbeiten und die Sache durchziehen“, sagte der Ministerpräsident.
