Schrecksekunde für Armin Laschet: Beim Wahlkampfauftritt in Erfurt stürmte ein bekannter Querdenker auf die Bühne. Der Unions-Kanzlerkandidat Laschet wies die Sicherheitskräfte an, den Mann durchzulassen und schon sprang Thomas Brauner aus dem Zuschauerbereich neben Laschet, um sich bei dem CDU-Vorsitzenden über die Corona-Maßnahmen zu beschweren.
Herr Laschet, ich habe da als Bürger, als Vater ...“, sprudelt es aus Thomas Brauner unter Pfiffen aus dem Publikum hastig hervor. Souverän geht Laschet erst einmal mit einem Schritt zur Seite auf Corona-Abstand zu dem aufgeregten Querdenker und beruhigt ihn: „Erst mal abregen, zweitens Frage stellen“.

Disput um Maskenpflicht an Schulen
Brauners Anliegen ist die Situation an den Schulen. Dort gelte es als Ordnungswidrigkeit, wenn Kinder sich nicht testen lassen, keine Maske tragen und möglicherweise nicht bereit sind, sich impfen zu lassen. Nachdem er seine Frage gestellt hatte, schickte Laschet ihn gelassen und ruhig zurück ins Publikum und erklärte, dass wegen der unklaren Situation der Reiserückkehrer an den Schulen derzeit noch Masken getragen werden müssten. Eine Impfpflicht für Kinder lehne er aber ab, betonte der CDU-Chef.
„Ich nehme Sie beim Wort, Herr Laschet“, tönt es aus dem Publikum, worauf Lascht schlagfertig kontert: „Das können Sie machen. Ich gebe Ihnen die Nummer vom Kanzleramt.“
Unfassbar. @ArminLaschet lässt sich von einem Querdenker ohne Maske mit 20 cm Abstand anschreien. Das ist keine Bürgernähe sondern einfach dumm. https://t.co/Z3XvWWYyZ7
— Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) September 3, 2021
Wenn @ArminLaschet sich auf 20 cm von einem Querdenker ohne Maske anschreien lässt ist das keine „menschliche Interaktion“ sondern Wahlkampf. Missglückter Wahlkampf. Ohne Wahlkampf wäre @ArminLaschet an dem Mann wahrscheinlich vorbei gegangen. https://t.co/3hfDee3yJX
— Karl Lauterbach (@Karl_Lauterbach) September 4, 2021


