Coca-Cola und andere Markenprodukte: Sie könnten demnächst in vielen Supermarkten nicht mehr zu haben sein. Hintergrund ist ein Preiskampf, der sich sozusagen hinter der Ladentheke zwischen Supermarktketten und Lieferanten abspielt. Diese hatten ihre Preise aufgrund höherer Beschaffungs- und Produktionskosten bereits massiv erhöht. Nun beklagt aber Rewe-Chef Lionel Souque, „Trittbrettfahrer“ nutzten die Situation, um die Preisspirale zu befeuern.
Brutaler Preiskampf gegen multinationale „Trittbrettfahrer“
„Uns werden zurzeit von den Herstellern jede Woche neue Preiserhöhungen angekündigt“, so Souque. Höhere Energie-, Rohstoff-, Logistik- oder Personalkosten: Einige Faktoren sind nachvollziehbar, die Preissteigerungen unvermeidlich machen. Doch der französische Top-Manager ist davon überzeugt, vor allem multinationale Konsumgüterhersteller wollten von der aktuellen Preiswelle profitieren. „Da kämpfen wir brutal dagegen“, so Souque am Mittwochabend in Düsseldorf.
Auch die anderen Großen der Lebensmittelbranche stemmen sich derzeit gegen die immer frecheren Preisforderungen der Multis. So soll Coca-Cola laut Focus Edeka mit einem Lieferstopp gedroht haben, falls die Supermarkt-Kette nicht deutlich höhere Einkaufspreise akzeptieren würde. Betroffen wären davon auch die Netto-Märkte sowie Marktkauf-Filialen.
Bei den Discountern sind bereits viele Markenartikel aus den Regalen geflogen
Dem Bericht zufolge tobt der Preiskrieg schon seit einiger Zeit bei den Discountern, wo bereits diverse Markenprodukte nicht mehr angeboten werden: Danone-Artikel wie Fruchtzwerge oder Activia sucht man in Aldi-Filialen deshalb vergeblich, Lidl hat sich offenbar mit mehreren gierigen Markenherstellern überworfen, weshalb Kunden vergeblich nach Nivea-Deos oder Pril-Spülmittel suchen.



