Top-Managerinnen kommen vor allem in Bundesunternehmen in der Summe besser voran als in vielen Städten. Bei den 508 Unternehmen des Bundes und der Länder, die mehrheitlich in öffentlicher Hand sind, liegt der Anteil von Frauen in der obersten Führungsebene bei 26,5 beziehungsweise 19,9 Prozent. In den Unternehmen der 69 ausgewerteten größeren Städten sind es 19,5 Prozent – 0,2 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Das ermittelte die Zeppelin Universität Friedrichshafen.
Die Studie untersuchte 1974 öffentliche Unternehmen, davon 1466 in 69 Städten. Verglichen wurden Stadtstaaten, Landeshauptstädte und die vier größten Kommunen je Bundesland. Es kam heraus, dass es große Unterschiede gibt. In zwölf Städten liegt der Anteil von Managerinnen in Vorständen und Geschäftsleitung bei mehr als 30 Prozent, in 17 Städten unter 10 Prozent.
Spitzenreiter ist hessische Offenbach mit einem Frauenanteil von 47,8 Prozent in den Topetagen. Berlin als Stadt liegt mit 35,7 Prozent auf Platz 4. Als Bundesland gesehen steht Berlin dagegen an der Spitze.

Im Branchenvergleich ist der Anteil von Frauen in der Topetage in den Bereichen Gesundheit/Soziales (31,8 Prozent) und Krankenhäuser (25,5) weiter besonders hoch. Am geringsten ist er im Bereich Digitalisierung/IT (1,9).


