Das bekannte Keramikunternehmen Römertopf hat Insolvenz angemeldet. Noch ein deutsches Traditionsunternehmen verschwindet vom Markt.
Die Römertopf Keramik GmbH & Co. KG habe am Donnerstag einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht in Montabaur gestellt, teilte der Geschäftsführer Frank Gentejohann am Freitag mit. Zuerst hatte die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ darüber berichtet.
Das Unternehmen habe im vergangenen Jahr ein Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen müssen und einen Umsatzrückgang von über 40 Prozent gehabt, sagte Gentejohann. „Stand heute ist, wir werden den Standort Deutschland schließen.“ Im Werk in Ransbach-Baumbach sind nach Unternehmensangaben 44 Mitarbeiter noch für drei Monate beschäftigt. Bislang werden Römertöpfe auch in einer Lohnfertigung in Portugal hergestellt.
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Starker Umsatzrückgang mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine
Nach sehr guten Entwicklungen von 2017 bis 2021 habe es mit Beginn des Krieges in der Ukraine einen starken Umsatzrückgang gegeben, teilte das Unternehmen weiter mit. „Parallel dazu brachen die Erträge aufgrund der Kostenexplosionen bei Energie, Rohstoffen, Löhnen und Produktionsmitteln ein.“ Die Ankündigung des neuen Heizungsgesetzes habe erneut einen „massiven Nachfrageeinbruch aufgrund der Verängstigung der Verbraucher“ verursacht, behauptet die Römertopf-Firma.


