Industrielle Vorprodukte wie Holz, Stahl oder Plastik sind knapp, weil in der Corona-Krise weniger bestellt wurde, Produzenten und Transporteure dem Nachfrageboom nicht decken können. Nach Expertenmeinung gehen die schon deutlich gestiegenen Preise weiter nach oben. Das wird auch bei den Verbrauchern ankommen.
Das fängt bei Konservendosen an. Stahl ist knapp und teuer geworden. Das trifft zunächst Bau, Autoindustrie oder Maschinenbau. Aber: Der Bundesverband der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK) beklagt einen Preisaufschlag um bis zu 80 Prozent bei Blechdosen und Deckeln. Ähnliche Entwicklungen sieht der BOGK bei Glas, die Kosten für Konserven- und Marmeladengläser sind gestiegen. Die finanziellen Reserven der Lebensmittelverarbeiter seien aufgebraucht, um das aufzufangen, es werde auf die Endpreise wirken.

Auch bei Autoreifen müssen sich Verbraucher auf höhere Kosten einstellen. Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) erwartet, dass es beim Umrüsten auf Winterreifen, zu „spürbaren Preiserhöhungen“ komme. So lägen die Kosten für Naturkautschuk im ersten Halbjahr 2020 im Mittel fast 60 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.


