Der geplante Bau provisorischer Räume für den Bundestag droht richtig teuer zu werden. Rund 70 Millionen Euro werden für die 400 Büroeinheiten veranschlagt, die in einem Modulbau im Parlamentsviertel entstehen sollen. Das geht aus einem Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium Bettina Hagedorn an den Bundestags-Haushaltsausschuss hervor, das dem Berliner KURIER vorliegt.
Das mit dem Projekt betraute Bundesinnenministerium beantragt darin Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro. Die übrigen 20 Millionen Euro sollen „durch vorhandene Ausgabenreste“ finanziert werden, wie es heißt. Nötig wird der Modulbau, der nur 15 Jahre stehen soll, weil die Flächen im Bundestag knapp werden. Hauptgrund: Es gibt noch immer keine Wahlrechtsreform.
