Das CDU-CSU-Trommelfeuer auf die Bundestagsabgeordneten und Masken-Absahner Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) hatte Erfolg: Nüßlein trat aus der CSU aus, ob er im Bundestag bleibt, ist noch nicht bekannt. Löbel verließ die CDU und den Bundestag mit sofortiger Wirkung, um „Schaden“ von der Partei abzuwenden. Dafür dürfte es zu spät sein – die Opposition fordert Aufklärung bis ins Detail, was den Skandal wirkmächtig in die Länge zöge.
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CDU-Chef Armin Laschet hatte zuvor den unmittelbaren Rückzug der beiden aus dem Bundestag verlangt– Nüßlein wollte aber bis zur Bundestagswahl im September bleiben. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verlangte daneben eine moralische Wiedergutmachung: Sie sollen ihre Masken-Einnahmen spenden.

„Vertrauensverlust“ sah der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion, der Berliner Jan-Marco Luczak, verlangte den sofortigen Rücktritt. Die Bereicherung über die Vermittlung von Corona-Schutzmasken um mehrere hunderttausend Euro sei besonders verwerflich, weil andere in der Seuche um ihre wirtschaftliche Existenz kämpfen.
FDP-Chef Christian Lindner will jetzt einen unabhängigen Sonderermittler, Grünen-Spitzenmann Robert Habeck sieht ein grundsätzliches Problem der Union im Umgang mit Macht und Geld, SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fordert, dass Nüßlein und Löbel ihre Gewinne abgeben.
Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus wies darauf hin, dass man Abgeordnete nicht aber aus dem Bundestag werfen könne, und lässt untersuchen, ob es in seinen Reihen noch weitere, ähnliche Vorgänge gab.
