Amazon hat in den USA damit begonnen, kleine Shops und Cafés zu rekrutieren, um Pakete auszuliefern und sein Netzwerk auszubauen. Das berichtet zuerst das Online-Magazin "Axios".
Laut dem Bericht ist Amazon daran interessiert, mit einer Reihe von kleinen Unternehmen zusammenzuarbeiten, wie kleine Lebensmittelgeschäfte, Cafés, Blumenläden, Bekleidungsgeschäfte und Antikshops.
Das bedeutet konkret, dass Ihr örtlicher Barista eine Milchkaffee kocht und dann in ein Auto springt, um ein Amazon-Paket zu Ihrem Nachbarn zu bringen, berichtet „Axios“.
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Bereits letztes Jahr gab es Berichte, nachdem Amazon heimlich kleine Geschäfte in Alabama, Mississippi und Nebraska anwirbt, um an einem Pilotlieferprogramm teilzunehmen. Damals wurden Unternehmen wie Blumenhändler und Restaurants gebeten, Amazons Zustellungen in einem Umkreis von zehn Meilen (etwa 16 Kilometer) gegen einen festen Preis pro Paket zu übernehmen.

Amazons Bedingungen für „Hub Delivery“ sind sehr streng
Der Haken an der Sache: Amazons Bedingungen sind sehr streng: Die teilnehmenden Unternehmen müssen sieben Tage die Woche für Lieferungen zur Verfügung stehen und über einen Standort verfügen, an dem Amazon täglich Pakete abliefern kann. Amazon erklärt, dass es keine langfristigen Verträge gibt und die Unternehmen ihre eigenen Mitarbeiter, Fahrzeuge und Geräte mitbringen müssen. Das Programm startet jetzt in 23 US-Bundesstaaten, ob und wann es in Deutschland verfügbar ist, ist noch unklar.
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Amazons neues Zustell-Programm nennt sich "Hub Delivery", damit will Amazon bis Ende des Jahres über 2.500 Fahrer zusätzlich verfügen. Kleine Unternehmen können sich online als „Amazon Hub Partner“ bewerben.
Amazon selbst gibt keine genauen Zahlen an
Axios schätzt den Lohn auf etwa 2,50 Dollar pro Lieferung (etwa 2,30 Euro), Amazon selbst gibt keine genauen Zahlen an.
Amazon bietet dazu ein Empfehlungsprogramm an, bei dem man mit 1.000 Dollar belohnt wird, wenn man ein kleines Unternehmen dazu bewegen kann, sich zu registrieren.
