Spaniens Ministerin für den ökologischen Wandel, Teresa Ribera, konnte am ersten Tag des „Petersberger Klimadialogs“ in Berlin aus erster Hand berichten, welche katastrophalen Folgen der Klimawandel hat: Sie habe ein Land „unter Feuer“ zurückgelassen. Spanien brennt.
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Bei der Konferenz wollen sich Vertreter aus 40 Staaten über den weiteren Kurs im Kampf gegen die Klimakrise abstimmen. Deutschland und Ägypten richten das zweitägige Treffens aus, das Weichen für die Weltklimakonferenz COP27 Anfang November in Scharm el Scheich stellen soll.


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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) verlangte ein weltweites, entschlossenes Vorgehen für den Klimaschutz. Ähnlich äußerte sich UN-Generalsekretär António Guterres in einer Videobotschaft. Er beklagte, dass Staaten mit dem Finger auf andere zeigten: „So können wir nicht weitermachen.“
Scholz verlangt weltumspannendes Modernisierungsprogramm für den Klimaschutz
Scholz erklärte: „Klimaschutz gelingt, wenn er unser Leben spürbar besser macht – durch eine moderne, bezahlbare Energieversorgung, durch Windräder und Solaranlagen, durch Mobilität ohne Abgase.“ Der Umbau zu Klimaneutralität müsse ein weltumspannendes Modernisierungsprogramm sein. Im Zusammenhang mit verstärkter Kohleverstromung wegen der Gaskrise durch den Ukraine-Krieg sagte Scholz: „Das ist eine zeitlich eng befristete Notmaßnahme.“

Ägyptens Außenminister Samih Schukri, amtierender Präsident der Weltklimakonferenz: „Die Situation in der Welt darf nicht als Ausrede verwendet werden, um frühere Zusagen nicht mehr einzuhalten, vor allem was die Unterstützung der Entwicklungsländer anbetrifft.“ Beim UN-Klimagipfel in Glasgow hatten sich die Staaten 2021 dazu bekannt, die Erderhitzung auf 1,5 Grad begrenzen.
Baerbock: Nur noch acht Jahre Zeit, die Emissionen zu halbieren
Schukris deutsche Kollegin Annalena Baerbock (Grüne) sagte: „Die Klimakrise ist mittlerweile das größte Sicherheitsproblem für alle Menschen auf dieser Erde. Uns bleiben noch acht Jahre, um die weltweiten Emissionen nahezu um die Hälfte zu senken.“
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