Ein Mann mit Sonnenbrille steht in Pilotenkleidung vor den Trümmern am Boden zerstörter ukrainischer Kampfflugzeuge. Er brauche ein Kampfflugzeug, um damit Panzer und Kriegsverbrecher zu vernichten, sagt er. Die Szene gehört zu einem Video, das derzeit im Internet Furore macht. Mit dem Clip sammeln ukrainische Piloten offenbar Spenden – für Kampfjets. Mit der Aktion „Kauf mir einen Kampfjet“ wollen sie vor allem wohlhabende Unterstützer ansprechen.
Piloten suchen Kampfjets für ihre Luftwaffe
Knapp sieben Wochen nach Beginn des russischen Angriffskriegs starteten die ukrainischen Piloten die Kampagne zum Kauf von Kampfflugzeugen für ihre Luftwaffe. Auf der zugehörigen Website werden Länder mit vorhandenen Flugzeugen sowjetischer Bauart vor allem aus dem ehemaligen Ostblock gelistet, denen Jets abgekauft werden könnten. Die Piloten seien auch bereit, das Fliegen mit Kampfjets westlicher Typen von der schwedischen JAS 39 Gripen bis hin zur amerikanischen F-35 zu lernen, heißt es in dem Video.
Don’t let the evil destroy Ukraine, so it could come to your home. No matter who you are, no matter where you are you can contribute to peace just with a simple click. Help us to protect the sky above Ukraine. https://t.co/cuvUYBe14k
— Embassy of Ukraine in the Republic of Korea (@UKREmbinKorea) April 4, 2022
#buymeafighterjet#StandWithUkraine pic.twitter.com/yvSDLdh5PY
Die Ukraine fordert immer wieder mit Nachdruck die Lieferung von Waffen und Militärtechnik aus dem Ausland, um sich weiter gegen russische Angreifer verteidigen zu können. Bereits Anfang April hatte der amerikanische Schauspieler Sean Penn Millionäre gebeten, für die Ukraine Flugzeuge zu kaufen.
Waffen für die Ukraine im Wert von 1,3 Milliarden Dollar
Die USA kündigten am Mittwoch an, sie wollten der Ukraine weitere Waffen und Munition im Wert von bis zu 800 Millionen Dollar (740 Millionen Euro) liefern. Darunter seien Artillerie, gepanzerte Fahrzeuge und Hubschrauber.
US-Präsident Joe Biden erklärte nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, die bisherigen Waffenlieferungen seien für die Ukraine entscheidend gewesen, um dem russischen Angriff standzuhalten. Die neuen Lieferungen sollen die Ukraine demnach insbesondere angesichts des befürchteten russischen Großangriffs im der östlichen Donbass-Region unterstützen.


