Sieben Jahre lang hatte sich Julian Assange (48) in London in der Botschaft von Ecuador verschanzt, bevor das Land ihn fallen ließ und er seither im Gefängnis sitzt und einer ungewissen Zukunft entgegensieht. In der Zeit soll er zweimal heimlich Vater geworden sein. Mutter der Jungen ist seine Anwältin Stella Morris. Sie fürchtet um sein Leben.
Vier und zwei Jahre alt sind die Söhne von Stella Morris (37), Gabriel und Max heißen sie. Die Juristin ist Mitglied von Assanges Team von Anwälten. Und, wie sie selbst sagt, seit 2017 verlobt mit dem Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks. Sie wollten bald heiraten, erzählt die 37-Jährige in einem Interview.
Das Leben von Assange steht auf der Kippe
Warum gerade jetzt die Enthüllung der Vaterschaft? „Ich muss jetzt das Wort ergreifen, denn ich sehe, dass sein Leben auf der Kippe steht“, sagte Moris (37) der „Mail on Sunday“. Assanges Gesundheit ist angeschlagen, er leide unter anderem an einer chronischen Lungenerkrankung. Der gebürtige Australier hatte Ende März vergeblich versucht, wegen der Coronavirus-Epidemie auf Kaution freigelassen zu werden. Im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh, in dem Assange seit einem Jahr sitzt, soll bereits ein Häftling an Covid-19 gestorben sein.
Julian Assange va ser pare de dos fills durant els anys a l’ambaixada equatoriana a Londres, publica el @DailyMailUK. La mare, l’advocada sud-africana Stella Morris, reclama que el deixin en llibertat sota fiança pel perill del coronavirus a la presó https://t.co/RljGpxhUbg pic.twitter.com/Gs3n2G9pfN
— Sergi Mulero (@sergimulero) April 11, 2020
Die Geburt seiner Kinder in einem Londoner Krankenhaus soll der 48-Jährige per Video verfolgt haben. Den älteren Sohn schmuggelte seine Mutter sogar mal in die Botschaft zu seinem Vater. Die Jungen haben dem Bericht der „Mail on Sunday“ zufolge die britische Staatsbürgerschaft. Sie habe „ruhig und privat“ gelebt, sagte Morris, sich um die Kinder gekümmert, während sie sich „nach dem Tag sehnte, an dem wir als Familie zusammen sein können.“
Kennengelernt hatten sich Julian Assange und Stella Morris schon 2011, vier Jahre später wurden sie ein Paar, als er im Botschafts-Asyl lebte. „Das ist der Mensch, (...) den ich auf der ganzen Welt am besten kenne“, sagte die in Südafrika geborene Anwältin in einem Wikileaks-Video. „Er ist außergewöhnlich“, schwärmt sie. Sich in einer Zeit zu verlieben, in der „jeder versucht, dein Leben zu zerstören, ist eine Art Akt der Rebellion“, so Morris weiter.
