Die Preise für Lebensmittel sind in ungeahnte Höhen geschnellt: 21,1 Prozent mehr als im Vorjahr mussten Verbraucher im November berappen. Besonders teuer wurden Speiseöle mit einem Plus von 41,5 Prozent sowie Molkereiprodukte und Eier mit 34 Prozent Preisaufschlag.
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Doch der Teuer-Schock wird weitergehen: Im Lebensmittelhandel droht Verbrauchern eine weitere Welle von Preiserhöhungen, befürchtet Rewe-Chef Lionel Souque: „Wir haben allein in Deutschland als Rewe Group für das erste Quartal von Markenartiklern Preiserhöhungen im Volumen von mehr als einer Milliarde Euro auf dem Tisch liegen.“
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Handel weigert sich, Preise zu stark zu erhöhen
„Wir können und wollen die Preise nicht so stark erhöhen, wie die Industrie das fordert. Die Menschen haben nicht so viel Geld“, erklärte der Manager weiter. Bereits im Jahr 2022 habe Rewe durch hartes Verhandeln die Umsetzung von mehr als der Hälfte der Preisforderungen der Hersteller verhindert.
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„Gerade große, internationale Konsumgüterhersteller versuchen auch in der aktuellen Situation noch, ihre Gewinnmargen zu erhöhen, und fordern Preiserhöhungen, die nicht gerechtfertigt sind“, sagte Souque. Das führe zu Konflikten und manchmal auch zu Regallücken durch Lieferstopps oder Auslistung. „Aber wenn wir einfach alles abgenickt hätten, was die Konzerne fordern, wären die Preiserhöhungen in unseren Läden doppelt so hoch, wie sie jetzt sind – und sie sind schon hoch genug.“
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Handelsketten verhinderten schon starke Preisaufschläge
Mit seiner Kritik an Markenherstellern ist Souque nicht alleine. Auch Edeka-Chef Markus Mosa hat sich ähnlich geäußert. Der Markenverband als Zusammenschluss der Markenhersteller hat die Vorwürfe in einem offenen Brief an den deutschen Lebensmittelhandel zurückgewiesen. Darin schrieb Hauptgeschäftsführer Christian Köhler: „Der Vorwurf von Teilen des Handels, die Industrie sei der Inflationstreiber, widerspricht eklatant den Tatsachen.“ Die Preise für die Handelsmarken der Hersteller seien zuletzt noch stärker gestiegen als die der Markenartikler.


