Rheda-Wiedenbrück - Mehr als 1000 Mitarbeiter haben sich im Schlachtbetrieb Tönnies in NRW mit dem Coronavirus angesteckt. Verbraucher sind verunsichert, ob die Produkte eines der größten deutschen Fleisch-Konzerne gefährlich sind. Nach Auffassung von Lebensmittelexperte Bernhard Burdick von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen müssen sich Kunden beim Einkauf keine Sorgen machen. Bisher seien keine Fälle bekannt, bei denen das Virus von Lebensmitteln übertragen worden sei, so Burdick. Allerdings sollten Kunden generell darauf achten, „dass nicht das Billigste auch das Beste ist“.

750 Tonnen frisches Fleisch und 100 Tonnen Tiefkühl-Produkte produziert Tönnies täglich. Beliefert werden viele Supermärkte und Discounter wie etwa Lidl, Aldi und Rewe. Doch auf den ersten Blick ist nicht zu erkennen, wo Fleisch aus dem Betrieb in Rheda-Wiedenbrück drin steckt. Bei Lidl und Aldi ist Tönnies-Ware in den Eigenmarken „Landjunker“ und „Meine Metzgerei“, in Supermärkten unter „Tillman’s“. Zu Tönnies gehört auch die Wurstverarbeitung der Zur-Mühlen-Gruppe (Böklunder, Gutfried).
