Wie der KURIER gerade berichtet hat, gibt es immer mehr SUV und immer weniger Kleinwagen. Das wirkt auf den ersten Blick unverständlich. Warum werden angesichts der breiten Diskussion um klimafreundlichen Verkehr ausgerechnet die dicksten Kisten immer beliebter? Wer den Markt beobachtet, stellt fest, dass sich ein schleichender Prozess weiter zu beschleunigen scheint: Autos sind mittlerweile einfach zu teuer geworden.
Das fängt bei den Neuwagenpreisen an: Fahrzeuge mit halbwegs vernünftiger Ausstattung, die nicht das eigene Leben gefährden sollen, kosten ab 20.000 Euro aufwärts. Die Neuwagen-Zulassungen sind seit 2020 massiv gesunken.
Selbst Gebrauchtwagenpreise sind explodiert
Auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind die Preise explodiert, selbst absolute Rostlauben sind mittlerweile gefragte Wertobjekte. Die Autolust wird deshalb schnell zum Autofrust und scheitert bei einem Durchschnittsverdiener oft schon an der Anschaffung. Hinzu kommt: Der Sprit ist durch den russischen Krieg gegen die Ukraine noch teurer geworden. Eine Spritztour nach Brandenburg ist fast schon Luxus.
Besserung ist mittelfristig kaum in Sicht. Dank der Berliner Politik warten zudem überall Knöllchen und Abschlepper selbst auf gutmeinende Autofahrer. Rechnet man dann noch Versicherung, Kfz-Steuern, Reparaturen, Parkgebühren und Anwohnerparkausweise hinzu, ist der Preis eines eigenen Autos enorm.
Klingt nur für Verkehrswende-Träumer erstrebenswert
Das führt ganz natürlich dazu, dass sich nur noch Leute Autos kaufen, die es sich leisten können, und dann darf es gern ein bisschen größer sein.



