An den Tücken der Technik scheitert offenbar seit dreieinhalb Jahren der Einbau einer Wärmepumpe in das Gebäude der Grünen Parteizentrale in Berlin-Mitte.
Das berichtet am Freitag zuerst „Der Spiegel“. Was so klingt wie ein schlechter Witz ist keiner.
Demnach wollte die Bundesgrünen eigentlich den Umbau ihrer Bundesgeschäftsstelle in Berlin-Mitte nutzen, um das Heizungssystem zu sanieren. Doch die gewünschte Wärmepumpe läuft offenbar immer noch nicht – und auch die damit verbundenen Umbauarbeiten sind bis heute nicht abgeschlossen.
Denn um das ehemalige Wohnhaus in Mitte klimaneutral heizen zu können, muss zuvor ein aufwendiges System aus Rohren und Kabeln verlegt werden, berichtet der Spiegel. Dessen Installation habe sich besonders schwierig erwiesen.
Der Spezialbohrer wurde über das Dach der Parteizentrale gehoben
Damit die Wärmpumpe funktionieren kann, muss auch ein tiefes Loch für eine Erdwärmesonde gebohrt werden. Dafür braucht es eine Genehmigung der Behörde, Spezialmaschinen und geschultes Fachpersonal. Der Spezialbohrer ist erst vor kurzem über das Dach in den Innenhof der Geschäftsstelle gehoben werden, berichtet „Der Spiegel“ weiter.
Die Loch-Bohrung sollte bereits Ende Mai Anfang Juni über die Bühne gehen. Und zwischen Juli und September soll die gewünschte Wärmepumpe eindlich in Betrieb gehen, mehr als dreieinhalb Jahre nach Baubeginn! Der gesamte Umbau der Parteizentrale soll etwa fünf Millionen Euro kosten, der Anteil der Wärmepumpe ist nicht bekannt.
Um das Heizungsgesetz streitet sich die Ampel seit Wochen
Das Bau-Fiasko der Grünen hat einen bitteren Beigeschmack: Mit dem Gebäudeenergiegesetz treibt die Partei von Wirtschaftsminister Robert Habeck die Wärmewende gegen alle Widerstände voran. Davon betroffen wären auch Altbauten, wie die Grüne Parteizentrale. Doch noch ist das Gesetzt nicht fertig, über die Details streiten sich die Regierungsparteien seit Wochen.
Mal sehen, was schneller fertig wird, das umstrittene Gesetz oder der Einbau der Wärmepumpe bei den Grünen.


