Das werden schwierige Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von 15 Bundesländern: Deren Beschäftigte wollen mehr Geld, weil die Inflation inzwischen bei 3,8 Prozent liegt, und weil sie eine Anerkennung für ihre Leistungen in der Corona-Pandemie wünschen. Die Bundesländer wiederum sind finanziell klamm, weil Corona die Ausgaben für das Gesundheitswesen, die Stützung der Wirtschaft und der Kommunen explodieren ließen.
Verdi-Chef Frank Werneke und Ulrich Silberbach von „dbb Beamtenbund und Tarifunion“ stellten die zentralen Forderungen vor: Fünf Prozent mehr für alle, aber mindestens 150 Euro. Im Gesundheitswesen sollen es monatlich 300 Euro mehr sein beziehungsweise 100 Euro für Auszubildende. Das soll die Gewinnung von Nachwuchs speziell in diesem Bereich fördern. Insgesamt müsse der laut Silberbach „auf Kante genähte öffentliche Dienst“ eine bessere Bezahlung bekommen, um die „zahllosen offenen Stellen zu besetzen“.
Der Tarifvertrag soll mit zwölf Monaten eine kurze Geltungsdauer haben.

