„Präsident Emmanuel Macron schlägt für Frankreich ein Ticket nach Vorbild des Deutschlandtickets vor“, sagte Wissing am Dienstag. Dies sei ein großes Signal für ein modernes ÖPNV-Angebot. Für ihn sei denkbar, dass es „auch künftig grenzüberschreitend anerkannt (wird) zwischen Frankreich und Deutschland sowie perspektivisch für ganz Europa“.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte in einem Interview am Montagabend gesagt, dass er hinter der Idee eines 49-Euro-Tickets in Frankreich stehe. Eine Einführung solle der Transportminister mit den Regionen Frankreichs vorbereiten, die so ein Ticket anbieten wollen.
Macron verwies darauf, dass die Tarife im öffentlichen Nahverkehr in Frankreich von den Regionen selbst festgelegt werden. Doch viele Regionen reagierten am Dienstag kritisch auf Macrons Vorstoß. Die ungeklärte Frage sei, wer so ein Ticket finanzieren solle, berichtete der Sender BFMTV. Die Pläne für das Ticket seien gut, der Staat aber müsse es finanzieren, hieß es.
An der Idee eines grenzüberschreitenden Bahntickets gibt es auch Kritik
Auch aus Deutschland kam nach Wissings Idee eines grenzüberschreitenden Tickets Kritik. Eine Europäisierung des Tickets könne er nur unterstützen, sagte der Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen, Oliver Krischer (Grüne). Wissing müsse zuerst aber in Deutschland sicherstellen, dass der Bund sich an den Mehrkosten des Deutschlandtickets beteilige. Die Finanzierung durch den Bund ist für 2023 noch nicht sicher.


