Es gibt wieder Bewegung in dem Ringen um ein neues Getreideabkommen für die Ukraine. Der Kreml hat ein bevorstehendes Treffen des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan bestätigt. „Die Verhandlungen finden am Montag in Sotschi statt“, erklärt der Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
Die Türkei will eine Neuauflage des Abkommens erreichen, das ukrainische Getreide-Exporte über das Schwarze Meer sichert. Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat dazu im Vorfeld Gespräche mit seinem russischen Kollegen in Moskau geführt. Ankara betont dabei immer wieder, dass das Abkommen wichtig für die sichere Versorgung der Welt mit Lebensmitteln sei. Es sorge zudem für Sicherheit in der Schwarzmeer-Region, erklärt die Türkei. Fidan verwies im Vorfeld auf die neuen Vorschläge von UN-Generalsekretär Antonio Guterres, den russischen Interessen bei dem Getreideabkommen Rechnung zu tragen.
Russland stellt Bedingungen für ein neues Getreideabkommen
Russland beharrt weiterhin darauf, dass ein Ende der Seeblockade und die Wiederaufnahme der ukrainischen Getreidelieferungen nur unter der Voraussetzung stattfinden, dass die eigenen Bedingungen erfüllt werden. Dazu gehören unter anderem eine Lockerung der westlichen Sanktionen, die nach Angaben von Moskau den Export von russischen Dünge- und Lebensmitteln aus Russland beeinträchtigen.



