Im provisorischen Flüchtlings-Zeltlager Kara Tepe auf der griechischen Insel Lesbos soll Anfang der Woche ein dreijähriges Mädchen vergewaltigt worden sein. Darüber informierte am Freitag die Organisation SOS-Kinderdörfer; eine Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation im Lager bestätigte der Deutschen Presse-Agentur in Athen den Vorfall. Laut SOS-Kinderdörfer wurde das Kind am Montag bewusstlos und blutend in einem der Waschräume gefunden, Untersuchungen dazu liefen.
Im Camp herrschen katastrophale Zustände für Kinder
„Wir sind sehr bestürzt“, sagte Boris Breyer, Sprecher der Hilfsorganisation. „Seit das Lager auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Kara Tepe im September notdürftig errichtet wurde, weisen wir immer wieder auf die katastrophalen Bedingungen hin und warnen vor den Gefahren - vor allem für Kinder.“
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Das Lager Kara Tepe wurde errichtet, nachdem das ursprüngliche Lager Moria bei einem Großbrand zerstört worden war. Damals im Spätsommer waren über Nacht rund 10.000 Flüchtlinge und Migranten obdachlos.
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Aktuell leben in dem neuen, provisorischen Lager rund 7500 Menschen. Die Versorgungslage und die hygienischen Bedingungen seien völlig unzureichend und die Atmosphäre höchst angespannt, sagte Breyer. Bereits in dem Vorgängercamp Moria kam es immer wieder zu Gewaltausbrüchen.
