Kritiker von geschlechtergerechter Sprache beklagen häufig Sprachverbote. Nun richtet sich ein Verbot aber just gegen die Verwendung von Gendersprache: An sächsischen Schulen sollen künftig keine Sonderzeichen für eine geschlechterneutrale Sprache mehr verwendet werden. Ein entsprechendes Schreiben an die Schulleiter sei vor Beginn des neuen Schuljahres verschickt worden, erklärte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag auf Anfrage. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Ministerium fordert Verzicht auf Gendersternchen, Doppelpunkt, Unterstrich
Dabei geht es etwa um offizielle Schreiben, Briefe an die Eltern sowie Unterrichtsmaterialien. Laut Handlungsempfehlung soll dabei gänzlich auf Zeichen wie Gendersternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich verzichtet werden. Diese Sonderzeichen erfüllten weder die Kriterien für eine gendergerechte Schreibung, noch entsprächen sie den aktuellen Festlegungen des Amtlichen Regelwerks, hieß es in dem Schreiben.


