Der Vertical-Farming-Anbieter InFarm hat sein Angebot in Europa fast komplett eingestellt. Grund dafür ist ein strenger Sparkurs.
Laut einem Bericht der Fachzeitschrift "Lebensmittel Zeitung" hat dieser Schritt große Auswirkungen auch auf den deutschen Einzelhandel.
Infarm bietet frische Salate und Kräuter an, die in viele Supermärkten in speziellen Boxen gezeigt wurden. In Deutschland waren die Produkte von Infarm unter anderem bei Aldi, Edeka, Rewe, Lidl und Kaufland zu finden. Auch bei Ikea war die frische, grüne Ware teilweise gelistet.
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Doch damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Die meisten durchsichtigen Gewächsschränke von Infarm sind bereits fast vollständig aus dem deutschen Einzelhandel verschwunden. Trotzdem laufen in einigen Fällen noch Verträge, berichtet „chip.de“. Deswegen fordern einige Händler Schadenersatz von Infarm, teilweise seien sie damit auch erfolgreich.
Infarm wollte zunächst in Deutschland bleiben
Infarm hatte zunächst geplant, an den wichtigen Märkten Deutschland, Dänemark und Kanada festzuhalten und sich nur dort zurückzuziehen, wo das Geschäft noch im Aufbau war.
Laut dem Bericht baut Infarm nur noch auf einer Farm Salat und Kräuter an, diese befindet sich in Toronto (Kanada).
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Steigende Energiepreise brachten Infarm in Schwierigkeiten
Dem jungen Unternehmen haben unter anderem die gestiegenen Energiepreise einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dazu kommen eine hohe Inflation und steigende Materialkosten.
