Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat am Montag in Nigerias Hauptstadt Abuja ein mit deutscher Unterstützung arbeitendes duales Berufsbildungsprojekt unter anderem für Schreiner, Maurer und Klempner angeboten. Die Einrichtung leistet so einen Beitrag gegen Jugendarbeitslosigkeit.
Abstecher in die Terror-Zone von Boko Haram
Im Anschluss wollte Baerbock in die nordöstliche Krisenregion des westafrikanischen Landes fliegen und sich dort unter anderem ein Bild von der Sicherheitslage machen. Die Region gilt als Hochburg der islamistischen Terrormiliz Boko Haram.
Baerbock wollte sich in einem Camp über die Wiedereingliederung früherer Kämpfer von Boko Haram informieren. Zudem war der Besuch eines Dorfes geplant, das 2015 von Terroristen zerstört wurde. Ziel des dort von Deutschland geförderten Wiederaufbauprojekts ist es, den Menschen eine Rückkehr zu ermöglichen und staatliche Strukturen wie Polizeistationen, Schulen und Krankenhäuser wieder aufzubauen.
Am Dienstag will sie mit Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) die ersten 20 „Benin-Bronzen“ zurückgeben, Tafeln und Skulpturen, die aus einem britischen Raubzug von 1897 stammen und unter anderem in Berlin ausgestellt wurden. Das Königreich Benin, nicht mit dem heutigen Staat zu verwechseln, lag im Gebiet des heutigen Nigeria.


