Der Moderator der ARD-„Tageschau“, Constantin Schreiber, stellte im thüringischen Jena sein neues Buch vor. Eine linke Gruppe, die dem 44-Jährigen Rassismus vorwirft, attackierte ihn mit einer Torte. Das Gebäck traf ihn mitten ins Gesicht. Die Universität Jena, in deren Räumen sich die Attacke ereignete, verurteilte den Angriff.
Laut Bild ereignete sich die Tortenattacke in einem Hörsaal der Uni Jena. Vor etwa 250 Gästen stellte Schreiber sein neues Buch „Glück im Unglück“ vor. Plötzlich wurden Proteste laut, ein Zuhörer stürmte die Bühne und klatschte Schreiber ein Tortenstück ins Gesicht, wie die Ostthüringer Zeitung berichtete. Danach klebten dem Journalisten Tortenreste auf Gesicht und Kleidung. Ein Video von dem Vorfall veröffentlichte die Gruppe „Undogmatisch Radikale Linke Jena“ beim Kurznachrichtendienst X (vormals Twitter).
Keine Bühne für Rassismus - Eine Torte für #ConstantinSchreiber
— URL Jena @urljena@fairmove.net (@url_jena) August 30, 2023
Die FSU #Jena und Thalia luden den #Tagesschau Sprecher und Autor rassistischer Hasspamphlete Constantin Schreiber zu einer Lesung seines neuen Buches ein. Das sollte nicht unkommentiert bleiben. pic.twitter.com/UBEQGC8D4p
Das Programm sei nach dieser Attacke unterbrochen worden, hieß es weiter. Bereits zuvor habe es Proteste gegen die Lesung von Schreiber gegeben. Dem Autor werde vorgeworfen, „rassistisch und islamfeindlich“ zu sein. Zudem seien Handzettel verteilt worden, auf denen Schreiber bezichtigt wird, ein Rechtspopulist zu sein.

Mit einem sauberen Shirt setzte Constantin Schreiber seine Lesung fort. Er habe die Attacke ohne größere Schäden überstanden. Unter Berufung auf sein Umfeld heißt es weiter in dem Bericht, für Schreiber sei die Sache abgehakt.
Die Universität verurteilte die Torten-Attacke
Die Universität Jena hat den Angriff verurteilt. Das Präsidium der Friedrich-Schiller-Universität unterstütze den offenen, gesellschaftlichen Austausch auch zu kontroversen Themen und spreche sich gegen tätliche Angriffe aus, hieß es in einer am Mittwochabend veröffentlichten Nachricht. Mit dieser Aktionsform werde lediglich Aufmerksamkeit erzeugt, aber es würden keine Argumente ausgetauscht. Schreiber selbst wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorfall äußern.


