Die Bundesregierung steht nach den Worten von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) wegen des gewaltsamen Aufstands der russischen Söldnerarmee Wagner in „engstem Austausch“ mit Deutschlands Partnerländern.
„Die Entwicklungen in Russland beobachten wir seit gestern Abend sehr aufmerksam“, schrieb die Grünen-Politikerin am Samstag auf Twitter. Zugleich aktualisierte das Auswärtige Amt seine Reise- und Sicherheitshinweise für Bundesbürger in Russland.
Die Entwicklungen in Russland beobachten wir seit gestern Abend sehr aufmerksam und stehen in engstem Austausch dazu mit unseren internationalen Partnern. Deutsche Staatsangehörige in Russland sollten unbedingt unsere angepassten Reise- und Sicherheitshinweise beachten.
— Außenministerin Annalena Baerbock (@ABaerbock) June 24, 2023
In den Hinweisen heißt es jetzt, die betroffenen Gebiete und insbesondere die Stadt Rostow sowie deren Umland sollten gemieden werden. „In Moskau sollten staatliche, insbesondere militärische Einrichtungen weiträumig umgangen werden. Das Stadtzentrum sollte bis auf Weiteres gemieden werden. Den Anweisungen russischer Sicherheitsbehörden sollte unbedingt Folge geleistet werden.“ Generell rät das Ministerium Bundesbürgern von Reisen nach Russland ab.
Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin stellt sich gegen die Militärführung in Moskau
Russland führt seit 16 Monaten einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine. Dabei gehörten die Wagner-Söldner bislang zu den wichtigsten Truppen. Nach monatelangen Sticheleien und öffentlicher Kritik stellte sich Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin seit Freitag offen gegen die Militärführung in Moskau und gegen Präsident Wladimir Putin. Putin hat angesichts des bewaffneten Aufstands der Wagner-Söldner von „Verrat“ gesprochen und zur Ausschaltung der Drahtzieher aufgerufen.
Lettland hat bereits seine Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zu Russland verschärft. Russische Staatsbürger könnten angesichts der gegenwärtigen Lage nicht mehr nach Lettland einreisen, schrieb der Außenminister Edgards Rinkēvičs auf Twitter. Er betonte zugleich aber, dass es gegenwärtig für Lettland „keine direkte Bedrohung“ bestehe.


