Die Corona-Pandemie stürzt Deutschland in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit, jeder einzelne Tag des Shutdowns rückt die Wirtschaft näher an den Abgrund. Verbände drücken jetzt aufs Tempo für einen schnellen Ausstieg aus den Anti-Corona-Maßnahmen. Industrieverbands-Chef Dieter Kempf setzte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein Ultimatum – und pocht auf die Vorlage eines klaren Exit-Plans an diesem Mittwoch.
Jede Woche im Shutdown kostet zweistelligen Milliarden-Betrag
„Unsere Unternehmen wollen und müssen wissen, in welchen Stufen das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben wieder anlaufen soll – und zwar nach dem Treffen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten am 6. Mai“, sprach BDI-Präsident Dieter Kempf in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe Klartext. „Jede Woche eines Shutdowns kostet die deutsche Volkswirtschaft einen mittleren zweistelligen Milliardenbetrag an Wertschöpfung.“

Die Politik müsse kontinuierlich daran arbeiten, den Wiedereinstieg so schnell und so verlässlich sicherzustellen, wie es möglich sei. Sollten die Kontaktsperren weiter verlängert werden, seien massive Wohlstandsverluste und ein dauerhafter Schaden in Wirtschaft und Gesellschaft zu befürchten, warnte Kempf.