Die Einkommensgrenze, bis zu der es Anspruch auf das Elterngeld gibt, soll nach den Plänen der Ampel-Regierung deutlich gesenkt werden. So steht es in dem Entwurf des Finanzministeriums zum Haushalt 2024, der am Mittwoch im Kabinett verabschiedet werden soll.
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Das Elterngeld gleicht das fehlende Einkommen aus, wenn Eltern ihr Kind nach der Geburt betreuen. Die Grenze, bis zu der es Elterngeld gibt, liegt derzeit bei 300.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen bei Paaren und 250.000 Euro bei Alleinerziehenden. Im FDP-geführten Finanzministerium hieß es, die Ausgabendynamik beim Elterngeld solle gedämpft werden. Dies geschehe in Absprache mit dem Familienministerium.
Statt bei 300.000 soll die Grenze für Elterngeld zukünftig nur noch bei 150.000 Euro liegen
Laut einem Bericht des „Spiegels“ sollen zukünftig nur noch Eltern mit einem Jahreseinkommen von maximal 150.000 Euro Anspruch auf das Elterngeld haben. Wer mehr verdient, soll kein Elterngeld mehr bekommen. Dadurch sollen die Ausgaben des Bundes 2024 im Vergleich zu diesem Jahr um 290 Millionen Euro auf knapp 8 Milliarden Euro sinken. Zunächst waren auch Leistungskürzungen beim Elterngeld im Gespräch gewesen. Diese habe das Familienministerium vermieden und stattdessen den Kreis der Berechtigten beschränkt. Betroffen sein sollen insgesamt rund 60.000 Familien in Deutschland.
