Bei einem Unfall während einer Ausfahrt mit einem Bagger sind in Toppenstedt (Landkreis Harburg) in Niedersachsen ein kleiner Junge (5) und ein Vater gestorben.
Das bei einem Baggerunfall im niedersächsischen Toppenstedt getötete Kind war nach Angaben eines Notfallseelsorgers fünf Jahre alt. Es handele sich um einen kleinen Jungen, sagte ein Feuerwehrsprecher.
Zehn weitere Kinder wurden bei dem Unfall am Samstag verletzt, sieben von ihnen schwer. Vier Kinder mussten mit Hubschraubern in Kliniken geflogen werden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr der Deutschen Presse-Agentur.
Der Unfall ereignete sich bei einem Zeltlager, das Väter mit ihren Kindern im Kindergartenalter veranstaltet hatten. Dabei sei eine Gruppe „zur Belustigung“ von einem Bagger über einen Feldweg gefahren worden, sagte der Sprecher. Die Menschen waren dabei in einer Art Gitterbox, die der Radlader nach oben gehoben hatte.
Ein Hydraulikschlauch des Baggers riss, die Gitterbox stürzte auf die Kinder
Das Unglück ereignete sich demnach, als die Box abbrach und auf den Boden fiel. Das Fahrzeug soll nun näher untersucht werden, ein Gutachter sei vor Ort, sagte der Sprecher. Über dem Gelände flog am Samstagabend eine Polizeidrohne. Der gestorbene Vater und das gestorbene Kind waren laut Feuerwehr nicht verwandt. Ob Kinder in Lebensgefahr sind, konnte der Sprecher nicht sagen.
Laut Polizei ist das Unglück mutmaßlich durch einen gerissenen Hydraulikschlauch ausgelöst worden. Dadurch habe sich die Box vom Bagger gelöst und sei auf die Kinder gefallen.

Drei Rettungshubschrauber sind am Unfallort im Einsatz
Der Bagger wurde von der Polizei für Untersuchungen beschlagnahmt. Der Fahrer sei zu einer Polizeidienststelle mitgenommen worden, sagte Polizeisprecher Jan Krüger vor Ort. Es würden „routinemäßige“ Untersuchungen auf eine mögliche Beeinflussung durch Alkohol oder Drogen durchgeführt. Die Arbeiten liefen am Samstagabend noch. Sie würden sich noch bis in die Nacht ziehen, so der Sprecher.
Laut „Bild“ waren drei Rettungshubschrauber im Einsatz, sie flogen mehrere Notärzte zu der Unglücksstelle. Die Feuerwehr soll alle in der Umgebung verfügbaren Kräfte zum Unglücksort geschickt haben.
Wie viele Personen an dem Zeltlager teilgenommen hatten, wurde zunächst nicht bekannt. Am Samstagabend waren noch einzelne Zelte auf der Wiese zu sehen, die der Gemeinde gehören soll. Es habe sich nicht um eine Kita-Veranstaltung gehandelt, sagte die stellvertretende Leiterin des Integrativen Kindergartens Toppenstedt am späten Samstagabend. Das Zelten sei privat organisiert worden.


