Die vierte Corona-Welle in Deutschland türmt sich täglich höher auf, nirgendwo sind die Infektionszahlen jedoch so hoch wie in Sachsen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 1201. Und nirgendwo sonst in Deutschland ist die Impfquote so niedrig wie in Sachsen, erreicht gerade mal 60,4 Prozent.
Welche Schicksale hinter diesen Zahlen stehen und wie sehr manche Sachsen unter der Corona-Krise leiden, zeigt ein aufwühlendes Video aus dem Erzgebirgskreis, das der MDR-Journalist Sven Knobloch am Freitagnachmittag bei Twitter veröffentlichte und das innerhalb weniger Stunden tausendfach geteilt und kommentiert wurde.
Kein Kontakt zu den Enkeln, Ehemann starb an Corona
Im Clip schildert eine ältere Frau ihr persönliches Schicksal: „Natürlich mache ich mir Sorgen. Ich bin ich doppelt geimpft, ich warte auf meine Booster-Impfung“, sagt sie resolut. Doch dann lässt ihre brüchige Stimme erkennen, wie es tatsächlich in ihr aussieht.
#Sachsen #Erzgebirgskreis Corona-Inzidenz 2006,2. Es ist zum verzweifeln.
— Sven Knobloch (@SvenMobrep) November 26, 2021
via @MDRAktuell pic.twitter.com/n4ODkc9uca
„Mein Mann ist an Corona gestorben, ich war im Krankenhaus und jetzt halte ich mich von meinen Enkeln fern, weil ich Angst habe, dass die aus der Schule was nach Hause bringen. Und jetzt fahre ich auf den Friedhof“, berichtet sie unter Tränen. „Das ist so unmöglich, was hier passiert. Das dürfte nicht sein. Und wenn im Sommer schon was gemacht worden wäre, dann wäre das alles nur halb so schlimm.“


