Natürlich: Wälder regen seit jeher die Fantasie von Menschen an. Besonders früher, vor der Rodung der deutschen Urwälder konnten Menschen durchaus im Wald verschwinden. Warum sollten die Menschen da nicht Kreaturen hineininterpretieren, die im Wald ihr Unwesen treiben? Doch auch jetzt, im Jahr 2023, gibt es Gerüchte über einen „Wolfsmenschen“, der im Harz, unweit von Blankenburg in Sachen-Anhalt leben soll. Die Bild-Zeitung lieferte jetzt sogar einen angeblichen „Foto-Beweis“.
Nahe der Sandhöhlen am Fuße der Burgruine Regenstein ist stark verpixelt ein kräftig behaarter nackter Mann mit einer Lanze in der Hand zu sehen, der an Neandertaler erinnert. Die mysteriöse Gestalt ritzt etwas in das Sandgestein.
„Wolfsmensch“ im Harz: Was steckt dahinter?
Nun wissen wir spätestens seit der angeblichen Löwin, die ein Wildschwein war und trotzdem ganz Berlin in Aufregung versetzte, nur zu gut, dass das nicht so einfach ist mit Foto-„Beweisen“. Vor allem „beweisen“ lässt sich damit manchmal eben ganz wenig.

Die Hinweise auf den „Wolfsmenschen“ gibt es aber schon länger. Immer wieder melden sich Augenzeugen, die diese Kreatur, die meist als Person mit Wolfspelz beschrieben, gesehen haben wollen. Seit Jahren werden zudem in diesem Gebiet Feuerstellen und rudimentäre Behausungen entdeckt und den Behörden gemeldet. Die Feuerwehr musste bereits mehrfach zu diesen Feuerstellen ausrücken, um sicherzustellen, dass von ihnen keine Gefahr für den Wald ausgeht.
Feuerwehr traf auf den „Wolfsmenschen“
Anfang April waren Einsatzkräfte der Feuerwehr dann sogar selbst auf den „Wolfsmenschen“ getroffen. Die Einsatzkräfte hätten einen Mann in einem Pelz gesehen. Er sei aber geflüchtet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr damals. Spekulationen darüber, ob der Mann im Wald lebe oder nur regelmäßig im Wolfskostüm in den Wald komme, wollte der Feuerwehrsprecher nicht abgeben. Er verwies auf die Ermittler der Polizei. Vieles spreche jedoch für einen Einsiedler, der sich bestens an die unterschiedlichen Jahreszeiten anpassen kann.




