Gruselige Chat-Masche

WhatsApp-Konto gehackt: So übernehmen Betrüger Ihren Account

Ein 65-Jähriger klickte auf einen Link von einem Bekannten. Betrüger übernehmen WhatsApp-Konten, schreiben dann die Kontaktliste an und bitten um Geld.

Author - Paula Hitzemann
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Die Polizei warnt vor einer neuen WhatsApp-Betrugsmasche. Symbolbild.
Die Polizei warnt vor einer neuen WhatsApp-Betrugsmasche. Symbolbild.Michael Bihlmayer/Imago

Eine Nachricht von einem Bekannten, ein Link, ein kurzer Klick: Danach gehörte das WhatsApp-Konto eines 65-Jährigen den Betrügern. Die schrieben sofort seine Kontakte an. Die Polizei warnt vor solchen Fake-Nachrichten und nennt drei Regeln, die auch Sie schützen können.

Polizei warnt vor Whatsapp-Betrügern

Es beginnt mit einer Nachricht, die vertraut aussieht. Sie kommt von einem Bekannten, im Text steckt ein Link, dahinter wartet angeblich eine Online-Abstimmung. Genau so verlor ein 65-Jähriger aus dem Landkreis Rostock die Kontrolle über sein WhatsApp-Konto. Er folgte den Anweisungen, kurz darauf schrieben Fremde in seinem Namen an seine Kontakte.

Betrüger gelangen über einen Link ins WhatsAppp-Konto, nutzen die Hilfsbereitschaft der Kontakte aus und bitten um Geld.
Betrüger gelangen über einen Link ins WhatsAppp-Konto, nutzen die Hilfsbereitschaft der Kontakte aus und bitten um Geld.Mojahid Mottakin/Imago

Die Bitte klang dringlich und alltäglich zugleich: Geld für eine Zahnbehandlung, die keinen Aufschub dulde. Der Mann bemerkte den Betrug schnell und warnte. Trotzdem war es für einige seiner Kontakte zu spät, sie hatten schon überwiesen. Wie hoch der Schaden insgesamt ist, konnte die Polizei zunächst nicht beziffern. Der Fall fällt in den Zuständigkeitsbereich des Kriminalkommissariats Sanitz.

So kapern die Täter ein Konto

Der Ablauf ist immer ähnlich. Über den Messenger kommt ein Link, mal zu einer angeblichen Abstimmung, mal zu einer anderen Aktion, bei der man schnell mitmachen soll. Wer der Aufforderung folgt und einen QR-Code scannt oder einen Bestätigungscode eintippt, öffnet Fremden die Tür zum eigenen Account. Danach durchsuchen die Täter die Kontaktliste und schreiben weiter, unter fremdem Namen, an den nächsten Kreis von Bekannten und Verwandten.

Der Trick funktioniert, weil das Misstrauen fehlt. Die Nachricht kommt nicht von einer unbekannten Nummer, sondern aus dem Profil eines Menschen, den man kennt. Die Polizei warnt deshalb ausdrücklich vor solchen Nachrichten, auch wenn der Absender bekannt erscheint.

Das rät die Polizei

Erstens: Ungewöhnliche Nachrichten immer telefonisch prüfen. Ein Anruf beim Absender klärt in einer Minute, ob die Bitte echt ist. Zweitens: Keine unbekannten Links anklicken, keine fremden QR-Codes scannen. Und drittens: Die Zwei-Schritt-Verifizierung in WhatsApp aktivieren. Sie liegt in den Einstellungen unter dem Punkt Konto und macht eine Übernahme Ihres Kontos deutlich schwerer.

Wer bereits Geld überwiesen hat, sollte seine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten. Wer ein Konto verloren hat, sollte die eigenen Kontakte auf einem anderen Weg warnen, damit die Kette dort endet.

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