Betroffen von der Großstörung sind am Samstag Abend Teile von Hamburg und Schleswig-Holstein. In mehr als 160 Vorwahlgebiete gibt es am Samstagabend kein Internet und kein Fernsehen mehr. Auch das Festnetz ist gestört.
Zuerst berichtete „bild.de“ über die Großstörung bei Vodafone. Betroffen seien laut dpa Hamburg, Lübeck sowie angrenzende Ortschaften.
Von der Störung beim Mobilfunkanbieter Vodafone sind nach Angaben des Unternehmens in Norddeutschland rund 35.000 Kunden betroffen.
Die Störung besteht seit etwa 16.00 Uhr. Wie lange sie noch dauern wird, konnte ein Vodafone-Sprecher noch nicht abschätzen. Techniker arbeiteten mit Hochdruck an der Beseitigung. Ursache sei eine defekte Stromversorgung an einem Technikstandort in Hamburg, sagte der Sprecher.
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Auf der Störungswebseite „allestörungen.de“ steigt die Kurve der Meldungen von Vodafone-Kunden seit etwa 16.00 Uhr steil an. Etwa 64 Prozent aller Störungsmeldungen betreffen das Festnetz-Internet von Vodafone, 21 Prozent das Telefon und 16 Prozent das Fernsehen. Auch aus Berlin gab es einige Störungsmeldungen. Die Störungsmeldungen gingen erst in der Nacht zu Sonntag gegen 1.30 Uhr auf ein normales Maß zurück.
Vodafone: Es kann acht Stunden dauern, bis der Vorfall behoben ist
Laut einer Vodafone-Störungsseite soll es acht Stunden dauern, bis der Internet-Ausfall behoben ist.
Erst Anfang Juli hatte Vodafones Deutschlandchef Philippe Rogge erklärt, seine Firma sei wieder gut gewappnet für die Zukunft. Man habe in den vergangenen zwölf Monaten „eine Art Verlässlichkeits-Offensive vorangetrieben, um im Festnetz, im Mobilfunk und im Service besser zu werden“, sagte er der dpa in Düsseldorf.
Vodafone-Chef: Schwankungsanfälliges Festnetz stabiler geworden
Rogge berichtete von Investitionen in Technik, wodurch das schwankungsanfällige Festnetz von Vodafone stabiler geworden sei.
Während die Konkurrenten Deutsche Telekom und Telefónica (O2) im Aufwind sind, verlor Vodafone zuletzt Handykunden.
