Nach Dutzenden Fällen von Herzmuskelentzündungen und zwei Todesfällen nach Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer in Israel haben sich Experten in Deutschland, Großbritannien und in den USA zu Wort gemeldet. Das US-Seuchenzentrum CDC hat nach 200 Millionen Impfungen in den USA gezielt nach möglichen Zusammenhängen zwischen der Herzerkrankung und dem Impfstoff gesucht. CDC-Chefin Rochelle Walensky sagte, man erkenne keinen Zusammenhang. Auch die britische Behörde MHRA gab am Mittwoch Entwarnung.
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Der deutsche Kardiologe Dirk Westermann, stellvertretender Klinikleiter am UKE in Hamburg, schätzt, dass Herzmuskelentzündungen etwa zehn- bis 20-mal pro 100.000 Einwohner im Jahr auftreten, normalerweise vermehrt bei jüngeren Patienten. Auslöser seien unter anderem Virusinfektionen. Über die Fälle in Israel sei bisher nur wenig bekannt, sagt der stellvertretende Klinikleiter des UKE Hamburg. Die Häufigkeit von 62 Fällen pro fünf Millionen Geimpften sei aber prinzipiell mit dem generellen Auftreten der Erkrankung erklärbar.
