Ein einheimisches Pärchen starb im Gardasee, als ihr Boot am Wochenende mit dem von zwei Deutschen kollidierte. Beide Tatverdächtigen stehen unter dem Verdacht, das tödliche Bootsunglück auf dem See in Norditalien unter Alkoholeinfluss verursacht zu haben. Einer von ihnen hat nun einen Alkoholtest abgelehnt. Dies sei für Unfälle auf dem Wasser nicht verpflichtend, teilte das Büro seines Anwalts der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit und bestätigte einen entsprechenden Bericht der Nachrichtenagentur Ansa. Demzufolge habe der andere der beiden 52-jährigen Münchner einen Alkoholtest nach der Kollision machen lassen und ein negatives Ergebnis erhalten.
In der Nacht zum vergangenen Sonntag hatte nach bisherigen Erkenntnissen ein Motorboot auf dem See ein Holzboot mit einem italienischen Paar an Bord gerammt. Am Sonntagmorgen entdeckte ein Einwohner die Leiche des 37 Jahre alten Mannes in dem Kahn. Der Körper der 25-Jährigen Frau wurde Stunden später aus den Tiefen des Gardasees geborgen.
Beide stammten aus der Gegend am Westufer des Sees. Die Staatsanwaltschaft ermittelt Medienberichten zufolge wegen Totschlags sowie unterlassener Hilfeleistung, weil das Motorboot nach dem Unfall nicht zum Helfen angehalten habe.

