Eine bislang in Deutschland nahezu unbekannte Spinnenart sorgt für Unruhe: Es handelt sich um ein Insekt, das eigentlich im Mittleren Westen und in den Südstaaten zu Hause ist: Der Biss der Braunen Einsiedlerspinne kann unbehandelt ernste Folgen haben.
Invasive Arten machen sich immer häufiger in Deutschland breit: Der WWF listet nicht weniger als 1150 Tier- und 12.000 Pflanzenarten, die sich hier breitgemacht haben und zum Teil Schaden für Natur und Menschen anrichten. Sie werden eingeschleppt in Schiffsladungen und Flugzeuggepäck, im Pelz oder Körper von anderen Tieren. Einige invasive Arten hatten fatale Folgen: Die aus Asien eingeschleppte Wanderratte brachte bereits im Jahre 1347, vermutlich über Handelsschiffe, den Pestfloh und das Pestbakterium nach Europa. Auf bis zu 50 Millionen werden die Todesopfer schätzt, die in der Folge an der Krankheit elendig starben.
Auch die Spinnenarten, die jetzt von sich reden machen, stammen nicht aus Deutschland: Die Nosferatu-Spinne hat sich aus dem Mittelmeer-Raum und Nordafrika zu uns geschlichen – und nun breitet sich eine Spinnenart aus, die über den großen Teich zu uns geschwappt ist: Der Biss der Braunen Einsiedlerspinne (Loxosceles reclusa) kann tödlich enden. Das passiert sehr selten. Aber auch die milderen Folgen klingen bedenklich: Wer gebissen wird, riskiert Nekrosen. Das heißt: Das betroffene Gewebe, also die Haut, stirbt ab!
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Tödlicher Spinnenbiss: Innerhalb von 36 Stunden kann es zu Tod durch Nierenversagen kommen
Wie mehrere Medien berichten, werden immer mehr Exemplare der Braunen Einsiedlerspinne in Deutschland gesichtet. Der Fall eines Ehepaares im US-Bundesstaat Missouri lässt einem das Blut in den Adern gefrieren: Tausende Spinnen seien durch Löcher ihres Hauses gekrochen. Von Halluzinationen und „Wunden wie nach Hai-Angriffen“ war in Medienberichten zu lesen. Im medizinischen Fachbuch MSD heißt es hingegen, der Biss der Spinne könne zwar schwere Wunden auf der Haut hinterlassen, diese würden jedoch meist ohne Komplikationen wieder abheilen.



