Die Brutsaison der Basstölpel auf Helgoland hat begonnen. Die ersten Basstölpeleier seien bereits Mitte April entdeckt worden, sagte der ornithologische Schutzgebietsbetreuer des Vereins Jordsand auf Helgoland, Elmar Ballstaedt. Auch die anderen Vogelarten, die auf dem Lummenfelsen brüten, beginnen langsam mit dem Brutgeschäft. Es sei schön zu sehen, dass der Lummenfelsen nun wieder voller Leben sei, sagte Ballstaedt.
Riesenausmaß der Plastikverschmutzung
Doch er sieht auch Schatten: Weiterhin verbauen die Basstölpel, die in Deutschland nur auf Helgoland brüten, synthetische Fasern zusätzlich zu natürlichem Nistmaterial in ihre Nester. Dies sei nicht nur ästhetisch unschön, sondern habe Auswirkungen auf die Basstölpel, aber auch auf die Trottellummen, die nahe neben den Nestern am Felsen säßen. Eine gewisse Anzahl Vögel verstricke sich in den Plastikfasern und könne sich meist nicht mehr befreien, sagte Ballstaedt. Er untersucht in einem auf mehrere Jahre angelegten wissenschaftlichen Projekt das Ausmaß der Plastikverschmutzung in der Helgoländer Basstölpelkolonie und die Auswirkungen von Makroplastik auf Seevögel.
