Der Wahlkrimi in den USA wäre aus Sicht von Autor Sebastian Fitzek (49, „Das Paket“) zu unrealistisch für einen fiktionalen Politthriller. „Der Präsident, der in den Umfragen hinten liegt und kurz vor der Wahl an einem Virus erkrankt, das er geleugnet hat, erklärt sich vorzeitig zum Sieger. Und am Ende der Zitterpartie könnte ein Gericht, das er vor der Wahl strategisch neu besetzt hat, entscheiden. Das sind Wendungen, die dir kein Lektor durchgehen lassen würde“, sagte Fitzek der Deutschen Presse-Agentur. Er bedauere alle Autoren von Politkrimis. „Ich weiß nicht, welche Kaninchen die künftig aus dem Hut zaubern wollen, um die Leserschaft zu überraschen.“
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Fitzek, der mit seinem Psychothriller „Der Heimweg“ die aktuellen Bestsellerlisten anführt, sagte mit Blick auf den Präsidenten: „Wäre Trump eine literarische Figur, entspräche sie dem modernen „Helden“-Typos, der nicht unbedingt sympathisch sein oder die Werte des Publikums vertreten muss.“ Es sei aber notwendig, die Ziele des Protagonisten zu kennen, um sich zu entscheiden, ob man ihn auf seinem Weg begleiten will.
