
Die Grenze ist wieder offen, aber ein Ende des Staus ist noch lange nicht in Sicht: Wegen der in Großbritannien neu entdeckten Coronavirus-Variante haben Tausende Lastwagen-Fahrer vor dem Ärmelkanal auch am Heiligabend noch im kilometerlangen Stau ausharren müssen. «Wir haben uns geeinigt, dass die britisch-französische Grenze am Eurotunnel, Dover und Calais über Weihnachten offen bleiben soll, damit Lastwagenfahrer und Bürger so bald wie möglich nach Hause zurückkehren können», schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag auf Twitter. Sein französischer Kollege Jean-Baptiste Djebbari bestätigte die Einigung.
Frankreich hatte wegen der raschen Ausbreitung der neuen und möglicherweise besonders ansteckenden Corona-Variante in Großbritannien die Grenzen geschlossen und erst in der Nacht zum Mittwoch wieder geöffnet.
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Vom wichtigen britischen Hafen Dover sowie durch den Eurotunnel können nach Tagen des Stillstands wieder Güter nach Frankreich übersetzen. Da Frankreich jedoch bei der Einreise von jedem Fahrer einen negativen Corona-Test sehen will, müssen Tausende Wartende weiter ausharren - darunter schätzungsweise auch Hunderte aus Deutschland. Weniger als 100 Fahrzeuge hätten am Mittwochabend den Hafen von Dover verlassen, sagte ein Sprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur PA zufolge.
Französische Feuerwehrleute und britische Kräfte der Armee sollten helfen, möglichst schnell viele Fahrer zu testen. Neben 15 Angehörigen der Feuerwehr und 10 Freiwilligen des Zivilschutzes seien auch 10 000 Corona-Tests über den Ärmelkanal geschickt worden, teilte die Präfektur für die nordfranzösische Region Hauts-de-France am Donnerstag mit.
Auch auf der französischen Seite des Ärmelkanals richtete man sich zudem auf Extraschichten ein: «Der Hafen wird morgen geöffnet sein», kündigte der Chef der Hafenverwaltung von Calais, Jean-Marc Puissesseau, am Donnerstag an, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Üblicherweise sei der wichtige Fährhafen an Weihnachten geschlossen. Am Morgen seien zwei Fähren angekommen mit zusammen rund 100 Lastwagen an Bord. Üblicherweise könne eine Fähre mit 120 Lastwagen beladen werden. «Der Verkehr wird abhängen von der (Corona-)Testkapazität in Großbritannien, sagte der Hafenchef.