Mallorca ist die Trauminsel der Deutschen – und es ist nicht verwunderlich, dass viele sich nach dem langen Lockdown danach sehnen, ihren Sommerurlaub wieder am Strand verbringen zu können. Doch die Ferien auf der Sonneninsel geraten nun wieder in Gefahr – weil die Infektionszahlen wieder steigen!
Unter Schülerinnen und Schülern kam es zu Massenansteckungen
Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut „Mallorca Zeitung“ inzwischen wieder bei 112,2. Zur Erinnerung: Die deutsche Bundesregierung stufte ein „einfaches Risikogebiet“ als ein Gebiet mit einer höheren Sieben-Tage-Inzidenz als 50 ein. Der steile Anstieg wird laut einem Bericht des „RND“ unter anderem damit erklärt, dass es unter spanischen Schülerinnen und Schülern während der Abschlussfahrten vor den Sommerferien zu Massen-Ansteckungen kam.
Schon seit Mitte März steht Mallorca nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete, langsam öffneten Restaurants, Hotels und Kneipen wieder für Urlauber. Und nun? Die Insel könnte wieder als Risikogebiet eingestuft werden – das müssen das Bundesgesundheitsministerium, das Innenministerium und das Auswärtige Amt festlegen. Wenn es dazu kommt, hätte das aber für Urlauber kaum Auswirkungen, da das Auswärtige Amt dann lediglich von Reisen in das Gebiet abrät.

Für Rückkehrer gilt zwar eine zehntägige Quarantänepflicht – da sich jeder Flugreisende vor dem Abflug auf Mallorca aber testen lassen muss, wird diese Regelung ausgehebelt. Sollte die Insel allerdings zum Hochinzidenzgebiet erklärt werden, müssen alle, die nicht geimpft oder genesen sind, trotz Test vor dem Rückflug für zehn Tage in Quarantäne. Ein weiterer Test in Deutschland kann diese Zeit allerdings um die Hälfte verkürzen. Eine Einteilung der Insel als „Virusvariantengebiet“ wäre der schlechteste Fall, ist aber unwahrscheinlich: Zwar breitet sich auch hier die Delta-Variante aus, aber eben auch in Deutschland.



