Die beiden wollten am Freitag von Stansted bei London ins südfranzösische Bergerac fliegen und hatten aus Versehen nur die beiden Boardingpässe für den Rückflug ausgedruckt.
Ihr Versehen hatte sehr teure Konsequenzen: Fast 130 Euro (110 Pfund) wurden den beiden abgeknöpft, weil Ryanair am Schalter die beiden korrekten Bordkarten ausdrucken musste. Die beiden mussten die Gebühr zahlen, weil sie in Frankreich erwartet wurden.
Mehrere britische Medien berichteten über den Vorfall, nachdem die Tochter der Senioren die Geschichte beim Kurznachrichtendienst X (früher Twitter) gepostet hatte und große Aufmerksamkeit und Zuspruch bekam. Sie schrieb: „110 Pfund für zwei Seiten Papier und eine Minute Arbeit. Schämt Euch!“ Auch britische Verbraucherschützer zeigten sich entsetzt von dem Verhalten der Billig-Airline. Die Beschwerde habe bei vielen Fluggästen der Airline einen Nerv getroffen, die unerwartete Gebühren zahlen mussten, erklärte der Verbraucherschützer Martyn James der BBC.
Ryanair wies die Schuld von sich und gab sie den älteren Fluggästen
Ryanair wies in einem Statement die Schuld für die horrenden Gebühren von sich – und schob sie dem älteren Ehepaar zu. Die Gebühren seien korrekt, erklärte die irische Billigfluglinie. „Alle Passagiere, die mit Ryanair reisen, stimmen zu, vor dem Eintreffen an ihrem Abflugflughafen online einzuchecken“, hieß es in der Erklärung. Es sei „bedauerlich“, dass diese Passagiere die Erinnerungs-E-Mail ignoriert hätten, so die Mitteilung weiter.


