„Zwei der bekanntesten Entertainer Deutschlands unterstützen die systemkritische Protestbewegung im Iran mit geballter Aufmerksamkeit: Joko und Klaas haben ihre persönlichen Instagram-Accounts „für immer“ an zwei iranische Aktivistinnen verschenkt - es geht dabei um zusammen fast zwei Millionen Follower.“
Die beiden ProSieben-Moderatoren kündigten die Solidaritätsaktion am Mittwochabend in der Sendung „Joko und Klaas 15 Minuten live“ an. Zuvor hatten sie alle ihre eigenen Posts gelöscht. Minutenlang brachte ProSieben zur besten Sendezeit Aufnahmen der Proteste im Iran und Bilder davon, wie brutal Sicherheitskräfte dagegen vorgehen.
Im Netz gab es danach viele positive Kommentare und Reaktionen auf die Aktion von Joko und Klaas.
Genau deshalb liebe ich Joko und Klaas. Sie machen viel Blödsinn im Fernsehen, lenken uns ab von den negativen Dingen. Aber trotzdem sprechen sie auch immer wieder genau diese Dinge gezielt an und machen uns darauf aufmerksam wie gut es uns hier eigentlich geht. Danke ❤️ #JKLive
— Flo 🇪🇺 (@flo_ho__) October 26, 2022
Stark. Wichtig. Danke.#JKLive pic.twitter.com/WhZwAQjKDc
— EsPunktJot (@EsPunktJot) October 26, 2022
Auf dem Konto von Joko Winterscheidt (43) postet in Zukunft Frauenrechtsaktivistin Azam Jangravi, die nach einem Protest gegen das Kopftuchgebot im Iran fliehen musste. Das Konto von Klaas Heufer-Umlauf (39) wird von Sarah Ramani von der Bewegung „The Voice of the Streets“ (Stimme der Straße) für Botschaften genutzt. „Wir können nicht mit Europas Regierungen sprechen, aber ihr könnt es“, appellierte Sarah Ramani, die ihr Gesicht nicht zu zeigen wagte.

Joko: Die Proteste sollen wahrnehmbar bleiben
„Jeden Tag ändert sich so wahnsinnig viel“, sagte Joko. „Und wenn unsere Aufmerksamkeit effektiv sein soll, muss sie nachhaltig und verlässlich sein. Wir möchten, dass die Proteste in unserer Welt wahrnehmbar bleiben und unser gemeinsames Hinschauen Teil der internationalen Druckkulisse wird, die sich gerade im Netz formiert.“
Joko und Klaas verschenken ihre eigenen Reichweiten für immer
Deswegen, so Klaas, verschenke man die eigene Reichweite an die zwei Frauen, „und zwar für immer“. Alles, was ihm und Joko zum Posten einfalle, sei im Vergleich zu den Protesten im Iran nicht viel wert. Das Schlimmste, was geschehen könne, sei, dass niemand hinschaue.

