Ihre Regierungszeit dauerte über 16 Jahre, ihr Reiterstandbild in Etsdorf in der Oberpfalz brachte es nicht einmal auf zwei. Dann krachte es zusammen und Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel stürzte vom Pferde. Der Macher hält die schlechte Qualität des Materials für den Grund allen Übels.
In der Nacht zum Donnerstag sei die 2,70 Meter hohe, lebensgroße Skulptur in sich zusammengebrochen, wie Künstler Wilhelm Koch berichtete. „Leider war der damalige 3D-Betondruck nicht sehr haltbar und für den Außenbereich ungeeignet“, bilanzierte Koch.
Bereits im Frühjahr waren erhebliche Schäden an der eineinhalb Tonnen schweren Skulptur aufgetreten. Der Pferdekopf war abgebrochen und eine Hand der CDU-Politikerin abgefallen. Danach sei das Reiterstandbild wieder zusammengesetzt und renoviert worden. Laut Koch hatte es dadurch wieder einen optisch guten Eindruck gemacht.
Nach ersten kleinen Rissen in den letzten Tagen folgte nun der Totalschaden. „Scheinbar hat das Reiterstandbild dem inneren Druck und der Last aber trotz aller Rettungsversuche nicht mehr standgehalten“, sagte der Künstler.

Angela Merkel hoch zu Ross – Denkmal war erst 2021 enthüllt worden
Im Oktober 2021 war das Standbild bei dem Tempel Museum Etsdorf enthüllt worden – damals war Merkel noch Regierungschefin in Berlin. In dem Museum in dem Ortsteil der Gemeinde Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) finden regelmäßig Ausstellungen und andere Kulturveranstaltungen statt. Merkel wurde auf dem Standbild „in ihrem typischen Hosenanzug, die Hände zur Merkel-Raute geformt“ abgebildet, wie es der Künstler formulierte.



