Vom Hippie-Fest zum Schlamm-Horror! Heftige Regenfälle haben das „Burning Man Festival“ in der Wüste des US-Bundesstaats Nevada in absolutes Chaos verwandelt. Ein Besucher des Festivals starb bereits, wie US-Medien berichten! Die näheren Umstände des Todesfalls waren aber zunächst unklar.
Die Behörden wiesen die Besucher des Festivals an, vor Ort Unterschlupf zu suchen. Die Zugangstore zu dem noch bis Montag andauernden Festival wurden geschlossen. Das Schlammchaos erinnert dabei an das Schlamassel beim diesjährigen Festival Wacken.
Behörden untersuchen Todesfall bei Burning Man Festival
Die örtliche Polizei teilte nach Angaben des Senders NBC am späten Samstagabend (Ortszeit) mit, sie untersuche den Todesfall, der sich während der Regenfälle ereignet habe.
Durch die Regengüsse wurde das Festivalgelände in eine Schlammlandschaft verwandelt. Die „Playa“, die riesige Freifläche, in deren Mitte die namensgebende Festival-Statue steht, war unpassierbar. Die Organisatoren riefen die Besucher auf, „Essen, Wasser und Treibstoff zu sparen“ und an einem „warmen, sicheren Ort“ Schutz zu suchen. Es wurde erwartet, dass der Regen noch bis Sonntagabend anhalten würde.

Veranstalter schließen Gelände und schicken Besucher zurück
Durch das Schließen der Tore sollte verhindert werden, dass weitere Besucher zu dem Festival strömten. „Reist nicht nach Black Rock City!“ schrieben die Veranstalter im Onlinedienst X (vormals Twitter) unter Bezug auf den Ort des Festivals. Der Zugang bleibe bis zum Ende der Veranstaltung geschlossen, „und Ihr werdet zurückgeschickt“.
Nach Angaben der Organisatoren waren nur Fahrzeuge mit Allradantrieb und Geländereifen in der Lage, sich durch das verschlammte Gelände zu bewegen. Alle anderen Wagen würden „steckenbleiben“, warnten sie.
Do not travel to Black Rock City! Access to the city is closed for the remainder of the event, and you will be turned around.
— Burning Man Traffic (@bmantraffic) September 2, 2023
Irres Hippie-Festival mitten in der Wüste
Das „Burning Man“-Festival findet jährlich statt und hatte dieses Jahr am 27. August begonnen. Markenzeichen der Veranstaltung ist das Verbrennen der etwa zwölf Meter großen Statue zum Abschluss. Gestartet wurde „Burning Man“ 1986 an einem Strand von San Francisco. In der Black-Rock-Wüste in Nordwesten Nevadas findet das Festival seit den 1990er Jahren statt.
„Burning Man“ sieht sich selbst als undefinierbare Veranstaltung zwischen einer Feier von Gegenkultur und spirituellem Rückzugsort. Nach seinen kleinen und improvisierten Anfängen ist „Burning Man“ über die Jahre zu einer durchorganisierten Massenveranstaltung geworden. Das jährliche Budget beträgt fast 45 Millionen Dollar (rund 42 Millionen Euro). Im vergangenen Jahr nahmen 75.000 Menschen teil.
Um das Festival verlassen zu können, wanderten Festivalbesucher Medienberichten zufolge kilometerweit zu Fuß durch den dicken Schlamm, um Hauptstraßen außerhalb des Geländes zu erreichen und von dort aus nach Hause zu kommen. Andere blieben in ihren Zelten und hofften auf bessere Bedingungen. Aufnahmen in sozialen Medien zeigten, wie sich Festival-Besucher auf den schlammigen Wegen abmühten.
Ob die große Masse der Besucher wie geplant am Montag die Heimreise antreten kann, war zunächst unklar. „Das Tor wird so schnell wie möglich wieder geöffnet, sobald es sicher ist, dies zu tun“, heißt es auf der Website der Organisatoren. „Spät am Montag ist möglich - sollten die Wetterbedingungen zu unseren Gunsten sein“, hieß es weiter. „Es kann früher sein, es kann später sein.“



