Der Absturz der Maschine von Fitness-Mogul Rainer Schaller vor der Küste von Costa Rica wird immer rätselhafter. Obwohl wenige Stunden nach dem Unglück erste Trümmerteile, Gegenstände und dann sogar zwei Leichen gefunden wurden, ist die Ursache noch völlig unklar.
Zwar gab es zum Unglückszeitpunkt am Freitagabend mäßigen Wellengang im Meer, doch die Wetterdaten zeigen keine Auffälligkeiten an dem Tag: keine Niederschläge und bis zu 30 Grad am Boden. Für einen erfahrenen Piloten wie den Schweizer Rolf Lips geradezu ideale Bedingungen, um Schallers Maschine Piaggio P.180 Avanti sicher am kleinen Flughafen von Puerto Limon im Osten von Costa Rica zu landen. Gerade einmal 40 Kilometer davon entfernt ist die Maschine aus 4000 Metern Höhe unvermittelt ins Meer gestürzt.
Schaller-Absturz vor Costa Rica: Flugroute zeigt keine Auffälligkeiten
Da sie keinen Flugschreiber und keinen Audirecorder an Bord hatte, sind die Ermittler weiter auf Vermutungen und kleinste Hinweise angewiesen. Die aufgezeichnete Flugroute bis zum Absturz zeigt auch keine Auffälligkeiten, die auf einen schweren technischen Defekt hindeuten. Gegen eine Explosion an Bord spricht, dass nahezu intakte persönliche Gegenstände aus dem Meer gefischt wurden.
Da offensichtlich niemand der sechs Personen an Bord das Unglück überlebt hat, richten sich die Fragen nun an Angehörige, Freunde und Kollegen der Familie Schaller und Schikorsky, Schallers Assistent Marcus Kurreck sowie des Piloten Rolf Lips.
Schwächeanfall? Schallers persönlicher Pilot Rolf Rolf Lips hatte alle Gesundheitschecks durchlaufen
War Lips wohlmöglich nicht fit oder hat einen plötzlichen Schwächeanfall erlitten? Anders als bei größeren Maschinen gab es in dem Kleinflugzeug keinen Kopiloten, der in einem derartigen Fall das Steuer hätte übernehmen können. Doch ein Mitarbeiter der costa-ricanischen Luftfahrtbehörde versicherte, Lips hätte sämtliche vorgeschriebenen Gesundheitschecks durchlaufen.



