Schon lange ist der Begriff Trash-TV nicht mehr so negativ besetzt, wie er klingt. Reality-Formate mit D-Promis, Influencern und solchen die es werden wollen, haben eine immer größere Fangemeinde. Bislang hat der Kölner Sender RTL mit seinen Shows ganz klar die Nase vorne, doch Konkurrent Sat.1 bläst nun zu einem erneuten Gegenangriff: Am Mittwoch (20.15 Uhr) startet die erste Staffel von „Promis unter Palmen“.
Bislang scheiterte die Senderfamilie Pro7/Sat.1 noch daran, RTL im Sachen Reality-TV das Wasser abzugraben. Die Quoten von „Promi Big Brother“ können nicht mit denen des Dschungelcamps oder des „Sommerhaus der Stars“ mithalten. Frühere Versuche wie „Die Alm“ oder „Die Burg“ wurden nicht fortgesetzt. Doch mit „Promis unter Palmen“ soll endlich der große Trash-Coup gelingen. Die Vorzeichen sind gut: Schließlich verheißt nicht nur der Untertitel „Für Geld tu ich alles“ so einige Fremdschäm-Momente – auch die zehn gecasteten Promis sind eine Art „Best of“ des Reality-TV.
Désirée Nick hat einen Ruf zu verlieren
So ist es Sat.1 gelungen, die scharfzüngige Désirée Nick zu engagieren. Bei Trash-TV-Fans hat die 63-Jährige seit ihrem Dschungelcamp-Sieg im Jahr 2004 einen Legendenstatus. Das weiß die Berlinerin: „Ich habe einen Ruf zu verteidigen“, sagte sie.

Neben ihr ziehen mit Protz-Proll Bastian Yotta und Matthias Mangiapane weitere Ex-Dschungelcamper in die Strandvilla. Und auch Ronald Barnabas Schill, ehemaliger Hamburger Innensenator und Gründer der rechtspopulistischen „Partei Rechtsstaatlicher Offensive“, kehrt ins Reality-TV zurück, nachdem er sich zuletzt 2016 in der Kuppel-Show „Adam sucht Eva“ nackt machte. Interessant werden dürfte zudem das Aufeinandertreffen von „Promi Big Brother“-Siegerin Janine Pink und ihrem Ex-Lover Tobias Wegener.
