Ein Polizist ist nach einem Angriff in Belgiens Hauptstadt Brüssel gestorben. Ein weiterer Polizist wurde bei dem Angriff mit einem Messer verletzt, wie die Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagabend sagte. Zuvor hatten mehrere Medien über den Fall berichtet. Wie die Nachrichtenagentur Belga meldete, hätten mehrere Medien zudem berichtet, dass der Angreifer bei seiner Tat nahe dem Bahnhof Gare du Nord „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) gerufen haben soll. Es besteht der Verdacht auf eine terroristische Tat.
Verdacht auf ein terroristisches Motiv
Die Staatsanwaltschaft sagte der dpa zunächst, ein terroristischer Hintergrund könne weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Später am Abend übernahm die belgische Anti-Terror-Staatsanwaltschaft. Die Behörde habe wegen Verdachts auf ein terroristisches Motiv die Ermittlungen übernommen, erklärte ein Sprecher am Donnerstagabend.
Wie Belga weiter berichtete, hätten die angegriffenen Beamten Verstärkung gerufen. Ein zu Hilfe gekommener Polizist habe seine Dienstwaffe gegen den Angreifer eingesetzt. Der Angreifer soll mehreren Medienberichten zufolge von mehreren Schüssen getroffen worden sein. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Abend ist der Angreifer verletzt, aber nicht getötet worden. Ob er im Krankenhaus behandelt werden muss, war zunächst unklar.
Dschihadisten und Salafisten benutzen den arabischen Ausdruck „Allahu Akbar“ oft als eine Art Schlachtruf. Eigentlich handelt es sich aber um eine zentrale religiöse Formel des Islams, die seit Jahrhunderten von Muslimen weltweit benutzt wird.
Belgiens Premier meldet sich zu Wort
Nos policiers risquent leur vie au quotidien pour assurer la sécurité de nos citoyens. Le drame d'aujourd'hui le démontre, une fois de plus.
— Alexander De Croo 🇧🇪🇪🇺 (@alexanderdecroo) November 10, 2022
Mes pensées vont à la famille et aux amis de l'officier décédé.
Mon espoir sincère est que son collègue hospitalisé se portera bien.
