Es fing an mit einer Zwangsräumung: Ein verschuldeter Mann konnte seine Miete nicht mehr bezahlen. Der Vermieter veranlasste vor Gericht einen vollstreckbaren Titel, den Mieter mitsamt seinen Habseligkeiten vor die Tür zu setzen. Ein Gerichtsvollzieher kümmerte sich um die Vollstreckung, kam laut Bild-Zeitung am 9. Februar zur Ein-Zimmer-Wohnung des Mannes im Darmstadt. Niemand öffnete die Tür, der Gerichtsvollzieher ließ sie öffnen, damit Möbelpacker einer Speditionsfirma die Wohnung freiräumen konnten.
Akribisch notiert der Gerichtsvollzieher die Gegenstände, die die Möbelpacker mitnehmen, darunter einen kuriosen Gegenstand: Eine komplett bekleidete Schaufensterpuppe, die dem Bericht zufolge an der Heizung gelehnt haben soll. Diese wurde eingelagert und im Lager der Spedition gelagert.
Vermeintliche Schaufensterpuppe verströmte seltsamen Geruch und verfärbte sich grün
Zwei Monate später, am 14. April, fällt einem Mitarbeiter der Transportfirma ein seltsamer Geruch auf. Der Mann überprüft die vermeintliche Schaufensterpuppe und stellt fest, dass sich diese grün verfärbt hat. Schockiert von dem Gruselfund verständigen Speditionsmitarbeiter die Polizei. Ermittler stellen fest, was es mit der vermeintlichen Puppe auf sich hat: Es ist die Leiche des Mieters, der offenbar bereits tot bei der Zwangsräumung in seiner eigenen Wohnung an der Heizung gelehnt lag. Die Bild-Zeitung bezieht sich dabei auf den Darmstädter Oberstaatsanwalt Robert Hartmann.



