Unfassbare Tat in einem britischen Zoo! Ein Mann soll einen dreijährigen Jungen in ein Krokodilgehege geworfen haben. Das Kind wurde schwer verletzt. Der 30-Jährige wurde wegen versuchten Mordes festgenommen. Wie die Zeitung The Sun berichtet, kam er nach einigen Stunden auf Kaution wieder frei. Die Ermittler stufen ihn demnach als nicht vernehmungsfähig ein.
Der kleine Junge ist in kritischem Zustand
Die Polizei wurde am frühen Donnerstagnachmittag zu Johnsons of Old Hurst, einem familiengeführten Zoo zwei Autostunden nördlich von London, gerufen. Als die Beamten eintrafen, war der Junge bereits aus dem Gehege geborgen worden und wurde von Rettungskräften behandelt. Er kam ins Krankenhaus, noch ist der Kleine in einem kritischen Zustand, aber stabil
Die Ermittler gehen davon aus, das der 30-Jährige und das Kind sich nicht kannten. Wie genau der Dreijährige in das Gehege gelangte, ist noch völlig unklar. Ebenso unklar war zunächst, ob das Kind von einem Krokodil verletzt worden war. Das scheint aber nicht der Fall zu sein. Britische Medien berichten, bei dem kleinen Junge sei ein Arm und das Becken gebrochen.

Zoo-Chefin rettete das Kind vor den Krokodilen
Ein Dorfbewohner schilderte der britischen Nachrichtenagentur PA, dass die Ehefrau des Zoobesitzers ohne zu zögern in das Gehege gesprungen sei, um den Jungen vor den Krokodilen zu retten. Auch Zoo-Chef Andy Johnson sagte der BBC, seine Frau Tracey sei in das Gehege gesprungen, um dem Jungen zu helfen.
Das Krokodilgehege selbst befindet sich in einem umgebauten Viehstall, der heute als Tropenhaus dient. Besucher bewegen sich dort auf erhöhten, metallenen Stegen – rund 4,6 Meter über den Tieren. „Man ist weit von den Tieren entfernt“, sagte Anwohner Mike Annicelli der PA. „Alles ist erhöht.“
Das weiß man über den Tatverdächtigen
Der Tatverdächtige stammt aus Norfolk. Wie die Zeitung The Sun berichtet, handelt es sich um einen Mann mit intellektueller Beeinträchtiung. Wie ein Anwohner dem Blatt sagte, befand er sich in Begleitung von mindestens zwei Betreuern, die ihn jedoch nicht beaufsichtigten, als der Junge über den 1,20 Meter hohen Zaun des Geheges geworfen wurde. Da er nicht vernehmungfähig ist, können die Ermittler ihn nicht zu dem Hergang befragen. Bis zum 18. September ist der 30-Jährige auf Kaution frei.

