Nach umstrittenen Klebeaktionen und Attacken - unter anderem mit Kleber und Kartoffelbrei - auf historisch wertvolle Gemälde ist die Bewegung Letzte Generation am Sonntag wieder in mehreren deutschen Museen aktiv - diesmal in friedlicher Mission.
Der Anlass: Anhänger der Bewegung haben in Kooperation mit acht Museen eine mehrteilige Performance umgesetzt. Im Foyer der Hamburger Kunsthalle luden sie dafür zu einer Dauerlesung ein.
Mit den gelesenen Texten wollte die Bewegung eigenen Angaben zufolge zeigen, auf welchem wissenschaftlichen und inhaltlichen Fundament die Aktionen der Letzten Generation stehen. Zudem gaben die Teilnehmer an, so mit Besucherinnen und Besuchern der Kunsthalle ins Gespräch kommen zu wollen. Diese konnten auch selbst aus den wissenschaftlichen und essayistischen Texten rund um die Klimakrise lesen.
Der Andrang hält sich in Grenzen
Am Sonntag hatten in Hamburg immer wieder einige Menschen der Lesung zugehört. Der Andrang für die Lesung hielt sich allerdings in Grenzen.
Ähnliche Aktionen gab es am „Internationalen Museumstag“ auch im Museum für Kommunikation in Nürnberg, in der Kunsthalle Rostock, im Europäischen Hansemuseum Lübeck, im Museum Ludwig in Köln, im Museum für Völkerkunde in Leipzig, im Deutschen Hygienemuseum in Dresden und im Zeppelin Museum in Friedrichshafen. Ein Museum in Berlin war nicht dabei.
Angriffe auf Gemälde in Museen seit Herbst 2022
Seit Herbst hatten Klimaaktivisten in zahlreichen deutschen und anderen Museen in Europa Kunstwerke angegriffen. Unter anderem hatten sie im Oktober im Potsdamer Museum Barberini flüssigen Kartoffelbrei auf das Gemälde „Getreideschober“ von Claude Monet geschüttet.


